Beim Drag Racing kommt es lediglich auf Schnelligkeit an!
Wer schafft es zuerst auf eine Spitzengeschwindigkeit zu kommen, oder wer erreicht zu erst die Ziellinie!
Eine unfassbare Beschleunigung der Autos und verrückte Autos machen diesen Sport aus!
Hier erfahren sie alles über das Drag Racing:
Dragster sind Fahrzeuge, die speziell für das Drag Racing (Beschleunigungsrennen) konstruiert oder modifiziert wurden. Dragster werden von großvolumigen, meist aufgeladenen Motoren mit bis zu einigen tausend PS Leistung angetrieben, die über sehr breite Antriebsräder auf den Strip gebracht werden. Im engeren Sinn werden nur Rennwagen als Dragster, Motorräder hingegen als Drag Bikes bezeichnet. Die klassische Renndistanz beträgt eine viertel Meile, was 402,34 Metern entspricht.
Chassis und Karosserie [Bearbeiten]
Unbestrittene Königsklasse sind die Top Fuel Dragster. Die Top Fuel-Klasse wird unterteilt in die Top Fuel Dragster (TF) mit langem Fahrgestell und die Funny Cars (FC). Die Fahrgestelle der Top Fuel-Klasse sind Spezialanfertigungen aus Gitterrohr. Funny Cars haben eine aufgesetzte Kohlefaserkarosserie, deren Design meist an das US-amerikanischer Sportwagen angelehnt ist. Die Mindestgewichte betragen 1.043,3 kg für Dragster und 1.159 kg für Funny Cars. Die Abmessungen der profillosen Antriebsräder sind auf eine Breite von 47 cm sowie auf einen Umfang von 300 cm bzw. einen Durchmesser von 95 cm begrenzt. Funny Cars haben aufgrund des kurzen Radstandes ein besonders kritisches Fahrverhalten. Nachdem sich mehrfach Dragster bei hohen Geschwindigkeiten nach hinten überschlagen hatten, wurde auch hier die bei den anderen Klassen bereits übliche Wheeliebar am Fahrzeugheck vorgeschrieben. Die Nitro-Burners sind noch wesentlich stärker auf Abtrieb ausgelegt als die Dragster der Top Methanol-Klasse, was an den entsprechend groß dimensionierten Spoilern zu erkennen ist.
Motor [Bearbeiten]
Die Motoren werden mit Nitromethan befeuert. Der Hubraum ist auf 8.193,5 cm³ (500 cui) begrenzt. Das Design der Motoren basiert auf dem konventioneller Achtzylinder-OHV-Viertaktmotoren mit untenliegender Nockenwelle und zwei Ventilen pro Zylinder. Die meisten Teams verwenden die Aluminium-Replika des bewährten 426 Chrysler Hemi. Der Motorblock hat im Gegensatz zum Serienpendant jedoch keine Kanäle für Kühlflüssigkeit, da die Verdunstungskälte des Kraftstoffes während der kurzen Betriebsdauer zur Kühlung ausreicht. Zudem erhöht dies die Festigkeit des Motorblocks. Zylinderköpfe, Pleuel und die Kurbelwelle sind Spezialteile aus hochfesten Werkstoffen wie Titan. Zwei oder drei Zündkerzen pro Zylinder werden von einer Hochleistungszündanlage mit Spannung versorgt. Das harte Knattern im Leerlauf weicht beim Start urplötzlich einem dumpfen Donnergrollen, das von zwei Meter langen Flammen aus den offenen Auspuffrohren begleitet wird. Bereits zur Hälfte des Laufes sind die Zündkerzen komplett abgeschmolzen. Aufgrund der extrem heißen Auslassventile dieselt der Motor dann jedoch bereits, d.h. das Gemisch entzündet sich von selbst. Nach jedem Lauf wird der Motor komplett zerlegt und untersucht. Schadhafte Teile wie Lager, Pleuel oder Kolben werden ausgetauscht. Der Kompressor verdichtet pro Sekunde mehr als einen m³ Luft und presst das Kraftstoff-Luft-Gemisch mit einem Überdruck von bis zu 5 bar in die Brennräume. Allein zum Antrieb des Kompressors sind bereits etwa 400 PS nötig. Bei Vollgas verbraucht der Motor eines Top Fuelers etwa 5,7 l Kraftstoff pro Sekunde, in einem kompletten Lauf inklusive Burn Out etwa 40 bis 45 l. Bei Höchstdrehzahl erzeugen die aus den offenen Auslasskrümmern ausgestoßenen Abgase bis zu 3,6 kN Anpressdruck, was einem Gewicht von etwa 360 kg entspricht.
Performance [Bearbeiten]
Durch den energiereichen Kraftstoff Nitromethan und den enormen Ladedruck sind die Motoren in der Lage, kurzzeitig mehrere tausend PS zu mobilisieren. Die Dragster der europäischen Teams leisten etwa 6.000 PS, die der US-amerikanischen Top-Teams bis zu 8.000 PS. Die stärksten Top Fuel Dragster beschleunigen in weniger als fünf Sekunden auf über 500 km/h. Die 100 mph-Marke (160 km/h) wird bereits nach etwa 0,8 Sekunden durchbrochen. Während eines Laufs wirken Beschleunigungskräfte von 4 g auf die Fahrer, beim Start 5 bis 6 g. Sofort nach dem Durchfahren der Ziellinie werden Bremsschirme geöffnet, die die Fahrzeuge mit 6 g verzögern und zudem in der Längsachse stabilisieren. Der zur Zeit gültige Rekord (Stand: 13. September 2008) wurde am 12. November 2006 von dem US-Amerikaner Tony Schumacher von der Mannschaft US Army in Pomona/Kalifornien aufgestellt. Er legte die Viertelmeile in 4,428 s zurück und erreichte eine Endgeschwindigkeit von 527 km/h.
quelle: wikipedia.de





